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-Napster
noch nicht verloren?-
Die MP3-Tauschbörse Napster erhält immer mehr Hilfe in ihrem
Rechtsstreit mit der
RIIA (Recording Industry Association of America). 18 Professoren für
Urheberrecht
reichten am Freitag beim zuständigen Gericht in San Francisco einen
"Amicus
Curiae"-Brief ein. Mit dieser Briefform nutzten die Rechtsgelehrten
die
Möglichkeit, die einstweilige Anordnung gegen Napster zu kritisieren.
Auch große Industrieverbände wie CEA (Consumer Electronic Association)
und DIMA
(Digital Media Association), die hunderte von Elektronik- und Multimediakonzernen
vertreten, wandten sich in einer Stellungnahme gegen die Zurückweisung
der
Verteidigungs-Plädoyers durch Richterin Marylin Hall Patel. Diese
folgte nicht
Napsters Argumentation, dass das Prinzip der MP3-Tauschbörse dem
Kopieren von
Originalfilmen per Videorekorder gleichzusetzen sei.
Kernpunkt des Streits ist die Frage, ob das Napster-System fähig
ist, ohne
Rechtsverletzung zu arbeiten. Dies bejahten die Vertreter der Industrie.
Die
Professoren, an verschiedenen amerikanischen Unis tätig, führten
in ihrem Brief
an, dass auch TV, Radio und selbst Kopierer neue Methoden darstellen,
das
Urheberrecht zu verletzen. Nur weil auch eine legale Nutzung möglich
ist, seien
sie erlaubt.
Eine Stellungnahme der RIIA war am Wochenende nicht verfügbar. Hauptargument
der
Plattenindustrie ist, dass die meisten Songs, die über Napster getauscht
werden,
urheberrechtlich geschützt sind. http://www.napster.com
(p-tv)
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