-Aufruf zur Aktion gegen etoys! -
(p-tv) INachdem der Online-Spielzeughändler (www.etoys.com) eine einstweilige gerichtliche Verfügung gegen die schweizerische Künstlerwebsite www.etoy.com erreicht hat, formiert sich der Widerstand im Web. Nachdem eToys.com am 29.11. durch einen vorläufigen Gerichtsbeschluss es geschafft hatte, der Künstlergruppe Etoy die weitere Benutzung der URL etoy.com zu untersagen, wurden viele Proteste aus der Internetszene gegenüber diesem Verdrängungswettbewerb in Sachen Domainnamen laut. Etoy wurde schlicht und einfach enteignet, was eine schiere frechheit ist: http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/5554/1.html Besonders absurd ist in diesem Fall, dass die Künstlergruppe Etoy den Domainnamen schon benutzte, bevor eToys überhaupt existierte!! Der Fall gilt als herausragendstes und jüngstes Beispiel dafür, wie Unternehmen mit der Macht des Geldes und von Rechtsanwälten versuchen, das Web zu dominieren. Und genau dagegen gilt es sich zu wehren. Wie? Hier steht mal was jeder einzelne machen kann, wenn er will http://rtmark.com/fundetoy.html#play dann gibt es von den anarchos die ankuendigung einer aktion http://www.thing.net/~rdom/ecd/ecd.htm sowie http://rtmark.com/sitin.html# fuer die man sich hier anmelden kann http://www.duke.edu/~arg2/solidarity_list.html (p-tv.at ist schon dabei!) Das ist mal eine handfeste Sache, den ganzen versteckten Scheiss kriegt man ja leider eh nur am Rande mit, doch wenn da nur ein funken wahr ist, reicht es im Grunde um mit der Akt die Steckdose rauszupruegeln: Das amerikanische Electronic Privacy Information Center (EPIC) wirft dem US-Nachrichtendienst NSA (National Security Agency) vor, die privaten E-Mails ihrer Bürger und anderer Staaten zu überwachen und will die Agentur jetzt vor Gericht zwingen, Dokumente herauszugeben, die diese Vorwürfe bestätigen. Die NSA führe international Überwachungen für die US-Regierung durch, und es gebe viele Beweise, dass die Agentur dabei auch systematisch E-Mails abfängt, so EPIC-Direktor Marc Rotenberg. http://www.epic.org/open_gov/foia/nsa_suit_12_99.html und http://www.idg.net/go.cgi?id=195927 Die Organisation ist vor Gericht gegangen, weil die NSA auf eine durch den "Freedom of Information Act" gedeckte Anfrage wegen der Dokumente nicht beantwortet hat. EPIC, ACLU (American Civil Liberties Union) und andere Bürgerrechtsgruppen behaupten, ein NSA-Programm namens "Echelon" sei verantwortlich für die E-Mail-Überwachung. Eine NSA-Sprecherin wollte die Existenz von "Echelon" weder bestätigen noch dementieren. Echelon ist ein globales Spionagesystem, das in Lage sein soll, elektronische Kommunikation wie E-Mail, Telefongespräche, Faxe und Satellitenübertragungen mitzuhören. THANK YOU FOR JOINING THE RESISTANCE CAMP! Update vom Thu, 30 Dec 1999 16:18:03 +0100 Offenbar hat eToys.com im Domainnamenstreit mit der Künstlergruppe Etoy.com vorerst eingelenkt. Am Mittwoch gab die Firma bekannt, nachdem die Anhörung vor dem Gericht am Montag ergebnislos verlaufen ist, da eToys.com den Termin auf 10. Januar hat verschieben lassen, dass man die Klage gegen Etoy nicht weiter verfolgen will. Anscheinend hat der Protest gegen die Dominanz wirtschaftlicher Interessen und der Kommerzialisierung des Internet, der sich um den Fall eToys.com gebildet hatte, doch etwas gefruchtet. "Die Menschen sagen ns", so Jonathan Cutler, Pressesprecher von eToys.com, gegenüber Wired News (http://www.wired.com/news/print/0,1294,33330,00.html) sie wollen, dass die Kunst von Etoy und der E-Commerce von eToys.com koexistieren." RTMark http://rtmark.com/etoy.html, die sich an die Spitze der Kampagne gegen eToys.com gesetzt und zu unterschiedlichen Aktionen gegen die Firma aufgerufen hatten, um sie auch finanziell zu schädigen, fordert, dass der Online-Spielzeughändler die Klage völlig zurückzieht. Bis dies geschieht, ruft die Gruppe dazu auf, Emails an Angestellte der Firma zu schicken und sie unter Druck zu setzen: "Quit eToys!", die Aktienwerte auf Null zu bringen und den CEO von eToys.com zu zwingen, die Firma zu verlassen: "The aim is to set a permanent precedent--like the Brent Spar (Shell's nightmare)." Seitdem sind die Aktien von eToys erheblich gefallen, was RTMark unter anderem auf ihre Kampagne zurückführt, die die finanzielle Schädigung der Firma zu ihrem expliziten Ziel des propagierten "Internetspiels" gemacht hatte. Nachdem RTMark, wohl nicht ganz ohne Unterstützung von Etoy, die Firma ruinieren will, ist natürlich nicht sicher, wie ernst die Forderung von einer Million für die Abgabe des Domainnamens ist. ! (p-tv)


 

 
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